Ruine Kindhausen

Bergdietikon 31.10.14.
Dank der freundlichen Spaziergänger/-innen, habe ich den Weg zur Ruine finden können.
Die Ruine Kindhausen ist der Überrest einer Burg aus dem Mittelalter auf dem Gebiet der Gemeinde Bergdietikon im Kanton Aargau.
DSC 4867  Geschichte: Da es keine zuverlässigen Schriftquellen über die Ruine gibt, bleibt Vieles ungeklärt. Erbauer waren vermutlich die Herren von Schönenwerd, Dienstleute der Grafen von Kyburg und später der Habsburger.[1] Anlässlich einer Grabung 1936 fand man Keramikscherben und ein lanzenförmiges Pfeileisen. DSC 4870  Bauwerk: Als die Burg 1936 durch Reinhold Bosch, Albert Matter und Karl Heid ausgegraben wurde, waren von der Ruine kaum mehr sichtbare Spuren vorhanden. Einige Mauerreste wurden ausgegraben und konserviert. DSC 4871  Die Burg war zweigeteilt. Auf der südlichen Hügelkuppe, dem höchsten Punkt, stand ein runder Turm neben einem viereckigen Palas. Der Hocheingang zum Turm mit einem Innendurchmesser von 4,1 Meter und einer Mauerdicke von 1,2 Meter lag vermutlich im ersten Stock und war mit einer Holzgalerie mit dem Palas verbunden. DSC 4872  Auf dem gegenüberliegenden Hügel steht ein Oekonomiegebäude. Es ist anzunehmen, dass, wo noch Platz war auf der engen Kuppe, Holzbauten standen. Runde Türme sind in unserer Gegend selten. Optimale Platzausnützung oder burgundische Mode? DSC 4873  Das Oekonomiegebäude auf dem benachbarten Hügel steht vielleicht an Stelle eines römischen Wachtturms – die vielen Ziegelfunde aus römischer Zeit und die abgerundeten Ecken des Gebäudes lassen Experten darauf schliessen. DSC 4874  Diese Funde lassen auf eine Erbauung gegen Ende des 12. Jahrhunderts schliessen. Mitte des 13. Jahrhunderts fiel die Burg einem Brand zum Opfer und wurde aufgegeben. Kurze Zeit später wurde auch das Ökonomiegebäude aufgegeben, und beide Gebäude zerfielen.
DSC 4875  Auf der nördlichen Hügelkuppe stand ein Ökonomiegebäude. Die Burganlage selbst besteht aus einem Turm, früher wohl um die fünfzehn Meter hoch, mit Holzaufsatz und einem Wohngebäude, das wahrscheinlich durch eine Galerie mit dem Turm verbunden war. DSC 4879  Der Herd mit Kamin war für die damalige Zeit noch weitherum ungewohnter Wohnluxus. Die Bewohner dieser Burg zeigten sich in dieser Beziehung fortschrittlich. DSC 4881  Die Burg wurde im Jahre 1937 unter Mithilfe des Dietiker Posthalters Karl Heid ausgegraben. Dieses Jahr entschied man sich, sie unter regionalen Kulturdenkmalschutz zu stellen. DSC 4882 DSC 4884 DSC 4885
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